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Veröffentlicht in der Rubrik Die Band Morcheeba„The Antidote“ von 2005 war das erste Album von Morcheeba, das ohne Beteiligung von Sängerin und Gründungsmitglied Skye Edwards entstand. Ironisch, dass sie dieses Album „The Antidote“, also zu Deutsch „Das Gegenmittel“ nennen aber man möchte den Godfrey Brüdern ja keine Böse Absicht unterstellen. Eine Tatsache ist, dass die Veröffentlichungen von Morcheeba bei Kritikern und Fans in den vorangegangenen Jahren zunehmend schlechter aufgenommen worden waren. Deshalb war es nicht wirklich Überraschend, dass die Godfreys eine Veränderung für Angebracht hielten. Auch was den Stil betrifft war „The Antidote“ wohl das bisher am weitesten von dem Trip Hop der frühen Tage entfernt. Die Godfreys besinnten sich hier viel mehr auf die 60er Jahre und deren Folk- und Psychedelic-Pop.
Zurück zu den Wurzeln
So nachvollziehbar wie dieser Drang zur Veränderung an diesem Punkt auch gewesen ist, so enttäuschend war „The Antidote“ totzdem am Ende. Gerade für Fans der alten Morcheeba, der Klassiker „Who Can You Trust?“ und „Big Calm“, waren enttäuscht und sicherlich haben sich auch einige von ihnen spätestens zu diesem Zeitpunkt abgewendet. Doch den Godfreys muss klar geworden sein, dass das Experiment „The Antidote“ fehgeschladen war: der Nachfolger „Dive Deep“ von 2008 war wieder sehr viel näher an den erwähnten Klassikern und eine Rückbesinnung auf den Trip Hop Sound, der Morcheeba groß gemacht hatte.
Morcheebas wahre Stimme
Auch die Kritiken wurden wieder besser und alte Fans dürfen auf das im Juni 2010 erscheinende, neue Album „Blood Like Lemonade“ gespannt sein. Es ist schwer anzunehmen, dass der Weg zurück zu den Wurzeln, der auf „Dive Deep“ angefangen wurde, weiter geht. Erstmals seit langen Jahren sind die Godfreys wieder mit Skye Edwards vereint, für viele die einzig wahre Stimme von Morcheeba.





